Baerbock in Moskau: Dieser Auftritt war unterirdisch!

Der deutschen Außenministerin gelang in Moskau die Zerstörung des letzten bisschen Respekt, den Russland in Deutschland hatte.

So einen Auftritt hatte wohl auch Sergej Lawrow nicht erwartet. Wie er Annalena Baerbock bei ihrem gemeinsamen öffentlichen Auftritt in Moskau anschaute: Erstaunt. Interessiert. Intensiv. Wie ein Wissenschaftler eine neue Spezies begutachten würde.

Nun war ihr Auftritt nach schwierigen Gesprächen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt, der zum Krieg werden kann, auch besonders. Besonders peinlich! Vielleicht ist sie vom Naturell her unbekümmerter als viele, desinteressierter, wie ihr sprachliches Talent ähnlich einer Sonderschülerin. Sauber auswendig gelernte Propaganda, wie sie seit Jahren, ganz besonders vom Bündnis90 – Die Grünen forciert wird und Drohungen, die bei genauer Betrachtung in einem jedem ein Schmunzeln hervor lockt.

Vor Baerbocks Besuch hatte sich das russische Außenministerium enttäuscht über den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen Russland und Deutschland gezeigt. Moskau erinnerte an die Rolle der Bundeswehr an der NATO-Ostflanke, an die deutsche Billigung der EU-Sanktionspolitik und an die unbegründete Ausweisung russischer Diplomaten.

Der stellvertretende Leiter des Moskauer Europa-Instituts, Wladislaw Below, stellte fest, Baerbock habe nicht die nötige Erfahrung und das Wissen, um das deutsche Außenministerium zu führen. Below, der auch das “Zentrum für deutsche Forschungen” leitet, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur TASS:

“Sie passt überhaupt nicht, aber sie hat den Posten. Leider ist es so. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland werden darunter natürlich leiden. Sie ist keine Diplomatin, sie kennt sich nicht aus in der Außenpolitik und sie ist negativ gegenüber Russland eingestellt.”

Außerdem äußerte sich der russische Außenminister wieder zur aktuell angespannten Lage um die Ukraine-Krise und unterstrich, dass es keinen Ausweg aus dem Konflikt außer der Umsetzung der Minsker Abkommen gebe:

“Es kann keinen Plan B geben. Es gibt nur die Minsker Abkommen.”

Kiew befinde sich aktuell aber unter dem Einfluss der USA, und Washington sei in der Lage, die Ukraine dazu zu bringen, die Vereinbarungen umzusetzen, erklärte des Weiteren Lawrow. Bezüglich der Befürchtungen Kiews und des Westens über die angeblichen Pläne Russlands, in die Ukraine einzumarschieren, unterstrich der Außenminister, dies sei eine komplette Desinformation.

Russland hatte schon mehrmals die Vorwürfe über angebliche Vorbereitungen auf eine Invasion in die Ukraine dementieren müssen. Hingegen zeigt sich Moskau über die Aktivitäten der NATO-Staaten, vor allem der USA und Großbritanniens, im Schwarzen Meer in der unmittelbaren Nähe der russischen Grenze besorgt und sieht diese als absichtliche Provokationen an.

In diesem Zusammenhang trat Russland an die USA und die NATO mit dem Vorschlag der rechtsverbindlichen gegenseitigen Sicherheitsgarantien heran. Unter anderem fordert Russland weniger großangelegte Militärübungen in Europa, eine Rüstungskontrolle sowie das Verbot einer Stationierung von NATO-Waffen auf dem Territorium der Ukraine. Washington unterstrich bereits, es werde keine roten Linien Moskaus akzeptieren und einige Vorschläge Russlands kämen einfach nicht infrage.

Kritisches Netzwerk

Ingo Trost

Ingo Trost (*31. Mai 1974 ursprünglich aus Arnsberg) ist ein deutscher freiberuflicher Journalist und Inhaber Kritisches Netzwerk und K-Networld.

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