Von roten Linien und blinden Linienrichtern

Déjà-vu durch manipulative Dialektik in Zeiten, in denen es keine roten Linien mehr gibt!

 Geschrieben von Ingo Trost und Daniela Knauf 

Die neue Normalität der Sprache

Die Frage, welche Bedeutung man der Sprache in dieser Zeit beimessen will, wird immer wieder anders beantwortet. Sucht man in den Mainstreammedien und Ansprachen unserer s.g. Volksvertreter in der angewandten Rhetorik eine omnipotente Erklärung für das bereits Angerichtete zu finden, so bemerkt man deutlich einen sehr großen Einfluss darauf und die Rolle in diesem Komplex. Die Propaganda (und damit auch der Sprachgebrauch) muss man als einen sehr einflussreichen Faktor, der unsere Gesellschaft völlig aus dem Anker hebt, sehen.

Mörder, Leugner, Gefährder

Einigkeit besteht jedoch darüber, dass der Sprachgebrauch heutzutage einige Auffälligkeiten aufweist, was insbesondere für den Wortschatz gilt. Zunächst sind hier die recht zahlreichen Wortneuschöpfungen (Neologismen) mittels Verantwortung, Solidarität und Hygienemaßnahmen (Mörder, Leugner, Gefährder) zu nennen, aber auch die Neubildung von Hüllwörtern (Euphemismen) wie Quarantäne (statt Absonderung), Impfung (statt experimentelle Gentherapie).

Framing

Die gängige Meinung, die faschistoide Rhetorik basiert im Wesentlichen auf einer „einhämmernden“ Redeweise, wurzelt darin, dass einige Wörter (mitsamt ihren Ableitungen bzw. sinnverwandten Ausdrücken) wie etwa Leugner besonders häufig gebraucht und bestimmte Aussagen (Die Pandemie der Ungeimpften!) ständig wiederholt werden. Nein, die stärkste Wirkung wird nicht durch parlamentarische Einzelreden ausgeübt, auch nicht durch Artikel oder Talkshows, durch Plakate oder Werbung, sie wird durch nichts erzielt, was man mit bewusstem Denken oder bewusstem Fühlen in sich aufnehmen muss. Sondern der Faschismus gleitet in Fleisch und Blut der Menge über die Einzelworte, die Redewendungen, die Satzformen, die ihr in millionenfachen Wiederholungen aufgezwungen und die mechanisch und unbewusst übernommen werden.

Gigantomanie und Superlative

In der großen Häufigkeit, mit der Wörter wie pandemisch, tödlich, unaufhaltsam, stark steigende Inzidenzen oder absolut unverantwortlich auftreten, manifestiert sich nicht nur der Drang zu Gigantomanie. Auch wurde damit eine Intensivierung/Steigerung/Emotionalisierung des Ausdrucks bezweckt (globale pandemische Situation, absolut unverantwortliche Querdenker). Da jedoch solche Wörter, die sehr oft gebraucht werden, „an Wirkung verlieren“, müssen auch sie bald gesteigert werden. So wird die neue Grundstufe des Adjektivs der Komparativ (die Vergleichsform, also mehr, schlimmer, tödlicher, resistenter, gefährlicher), der Superlativ wird im Faschismus die normale Steigerungsform. Sogar Adjektive, die bereits inhaltlich einen Superlativ oder eine absolute Größe ausdrücken (total, radikal), werden dann (grammatikalisch) gesteigert. Eine ähnliche Strategie verfolgt im Übrigen heute auch die Werbesprache, wenn sie absolute Ausdrücke steigert und sich davon eine Intensivierung verspricht. Denn was sich groß anhört, muss groß sein; Superlative verstärken den Ausdruck, sie appellieren an das Gefühl und können dazu dienen, Sachverhalte zu verschleiern, aufzublähen oder auch zu relativieren.

Metaphern aus Technik, Medizin und Religion

Schließlich ist die Tendenz zu nennen, Ausdrücke, die ursprünglich (u.a.) der technischen/medizinisch-biologischen/sakralen Fachsprache entstammen, in einem übertragenen (metaphorischen) Sinn nun auch vermehrt in der Gemeinsprache zu verwenden. Sinn solcher Metaphern ist nicht nur eine anschauliche Ausdrucksweise, sondern oft auch eine Vereinfachung der Sachverhalte. Werden nur einzelne Begriffe aus medizinischen oder biologischen Bereichen in fachfremde Texte entlehnt, so können letztere einen scheinbar wissenschaftlichen Anstrich erhalten und auf diese Weise an Glaubwürdigkeit gewinnen.

Entmenschlichung und Kriminalisierung

Entmenschlichung oder Dehumanisierung ist die Wahrnehmung oder Bezeichnung von Menschen oder Menschengruppen als nicht menschlich, untermenschlich oder auf negative Weise übermenschlich (etwa als Monster). Menschen wird damit also ihre Menschlichkeit (Humanität) bzw. ihre menschliche Qualität abgesprochen.

Entmenschlichung geschieht auf zwei Arten:

  • Die Aberkennung von Eigenschaften, von denen die Person glaubt, dass sie Menschen von Tieren unterscheiden (etwa komplexe Emotionen wie Moral oder Schuld, aber auch Kultur). Hierbei werden Menschen zu Tieren oder Unerwachsenen abgewertet. Auch ein Kind wird dabei als nicht voll handlungsfähiger Akteur, sondern im Vergleich zu einem Erwachsenen als Neutrum gesehen (das Kind).
  • Die Aberkennung von Eigenschaften, die typisch menschlich sind (Wärme, Offenheit etc.). Hierbei werden Menschen zu Objekten abgewertet.

Entmenschlichung ist oft von Emotionen wie Verachtung, Abscheu oder Ekel sowie von einem Mangel an Empathie begleitet und lässt moralische Grundsätze gegenüber der Person(engruppe) als nicht mehr gültig erscheinen. Sie dient insofern Funktionen zur Stabilisierung der Identität einer Person(engruppe), etwa durch das Reduzieren moralischer Emotionen, durch das Erzeugen von Gefühlen der Überlegenheit oder Begründung von Konflikten. Deshalb führt die Entmenschlichung von Minderheiten unter anderem zu mangelnder Hilfsbereitschaft, zur Duldung von Gewalt sowie zum Zuspruch zu Gewalt und Kriminalisierung gegenüber der Minderheit.

Dieses Verhalten gegenüber anderen führt umgekehrt zur Entmenschlichung der Täter selbst und setzt so eine rapide Abnahme an gesellschaftlicher Ordnung in Gang. Im Alltag spiegelt sich Entmenschlichung oft in Stereotypen, Deutungsmustern, Metaphern (Tiermetaphern, Objektmetaphern etc.) oder Schimpfwörtern (Dysphemismen) wider, durch die bestimmte Eigenschaften für manche Menschen als typisch angesehen werden, anderen Menschen dagegen abgesprochen werden.

Unsterblicher Glaube und ewige Hoffnung

Der Sinn dieser unwissenschaftlichen Aussagen und Bilder liegt in ihrer emotionalen Wertung. Leser oder Hörer (Rezipienten) sollen hier nicht rational überzeugt, sondern durch einen Appell an ihre Gefühle (durch Angst) irrational angesprochen werden (Glauben und Vertrauen anstatt zu Wissen).

Diejenigen, die kritisch hinterfragen und streng wissenschaftlich die unfundierten Thesen widerlegen, werden medial und gesellschaftlich aus der Sachebene in die emotionale Ebene gedrängt und persönlich diffamiert.

Gefährder und Egomanen

In hiesigen Zeitungsartikeln finden sich häufig Metaphern, beispielweise wenn vom Gesamtkomplex oder dem Volkskörper die Rede ist, der durch Impfgegner, Querdenker, Gefährder  erkrankt, weswegen hygienische Maßnahmen erforderlich werden, welche die Gesundheit der Gesellschaft garantieren. Auch Schwurbler und Aluhutträger (mit deren Ableitungen) müssen in diesem Zusammenhang als negierende Begriffe nochmals erwähnt werden.

Die manipulative Dialektik: Fazit

In diesem kurzen (und damit sehr fragmentarischen) Abriss sollte die Notwendigkeit deutlich geworden sein, nicht nur den Sprachgebrauch in unserer Zeit zu reflektieren und ruhig auch mal mit historischen Ereignissen abzugleichen, sondern vor diesem Hintergrund auch die heutige Verwendung von Sprache im Parlament und den Mainstreammedien immer wieder kritisch zu hinterfragen. Als kleines Beispiel dient hier abschließend ein Interview mit Aya Velasquez, welches sicherlich nur schwer verdaulich sein wird. Allerdings kann man in diesem Video sehr deutlich die verschiedenen Punkte dieses Artikels wiedererkennen!

Autoren: Ingo Trost und Daniela Knauf



Kommen Lager für positiv Getestete? Unglaubliches Papier aus dem Innenministerium.

Ein internes Strategiepapier der Corona-Taskforce aus dem Innenministerium sieht unter anderem die Einrichtung von Quarantäne-Lager für positiv Getestete vor („Isolations-Zentren“). Häusliche Quarantäne, so heißt es in dem Papier aus dem Jahr 2020, solle die Ausnahme sein. Viele Punkte aus dem Dokument wurden bereits in Deutschland umgesetzt. Dieses sieht bei der Bekämpfung von Corona eine Orientierung an den Methoden der kommunistischen Diktatur in China vor. Ein Whistleblower im Ministerium hat das Papier der Journalistin und Anthropologin Aya Velasquez zugespielt. Die großen Medien ignorieren die Enthüllung weitgehend. Die Gesellschaft sei 2020 offenbar noch nicht reif gewesen für die weitreichenden, erschreckenden Pläne aus dem Papier, glaubt Velasquez. Heute könne das anders aussehen – die Gesellschaft sei durch das ständige Schüren von Angst und Panik weichgekocht. In Australien gibt es bereits Quarantäne-Lager. Velasquez fürchtet ein Abgleiten Deutschlands in chinesische Verhältnisse mit digitaler Überwachung. Unten finden Sie weiterführende Links.

Maßnahmenpapier des BMI: https://2020news.de/wp-content/uploads/2021/03/Strategiepapier-BMI-24.03.2020_online.pdf

Alle BMI emails „dekodiert“ von Aya Velázquez:
https://www.docdroid.net/gnUjLBJ/bmi-emails-decoded-by-aya-pdf

BMI Emails Originalversion https://www.docdroid.net/Jm0AqVj/bmi-emails-originalversion-pdf

Begleitschreiben BMI Emails:
https://www.docdroid.net/zKKMk1q/bmi-emails-begleitschreiben-2-pdf

Kritisches Netzwerk

Ingo Trost

Ingo Trost (*31. Mai 1974 ursprünglich aus Arnsberg) ist ein deutscher freiberuflicher Journalist und Inhaber Kritisches Netzwerk und K-Networld.

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