Ukraine bald wieder Atommacht?

Das Regime in Kiew will Atomwaffen haben, die auf Russland gerichtet sind. Vor Sanktionen durch den Westen fürchtet man sich nicht. Von Marco Maier auf Contra Magazin. Überarbeitet von Ingo Trost.

Wie ist das möglich?

Die Ukraine, in der einst sowjetische Atomwaffen produziert wurden, könnte bald (wieder) zur Atommacht werden. Die vom Westen unterstützte nationalistische Führung in Kiew, die immer wieder ihre Kriegsbereitschaft gegen Russland verdeutlichte, könnte diese Massenvernichtungswaffen selbst bauen, ohne auf ausländische Hilfe angewiesen zu sein. Nach dem Zerfall der UdSSR hatte sich das Land verpflichtet, auf Atomwaffen zu verzichten. Doch daran denkt man heute nicht mehr.

Das Interview

Der ehemalige ukrainische NATO-Gesandte, Generalmajor Petro Garashchuk, erklärte kürzlich in einem Interview mit Obozrevatel TV: 

„Ich werde es noch einmal sagen. Wir haben die Fähigkeit, eigene Atomwaffen zu entwickeln und herzustellen, die derzeit auf der Welt verfügbar sind, wie zum Beispiel die in der ehemaligen UdSSR gebaute und jetzt in der unabhängigen Ukraine in der Stadt Dnipro (ehemals Dnipropetrovsk) liegende produzieren diese Arten von Interkontinentalraketen. Weder die Vereinigten Staaten noch Russland oder China haben eine Rakete namens Satan produziert. Gleichzeitig muss sich die Ukraine bei der Herstellung dieser Atomwaffen nicht um internationale Sanktionen sorgen.“

Wie reagiert der Westen?

Sollte es tatsächlich so weit kommen, dass sich Kiew selbst nuklear bewaffnet, kann man davon ausgehen, dass der Wertewesten dies stillschweigend hinnimmt, zumal die ukrainische Führung ihren Hass ohnehin gegen Russland gerichtet hat, welches in Washington, Brüssel & Co ohnehin als Feind betrachtet wird. Man könnte auch meinen, dass es sogar noch gefördert werden würde um die eigenen Interessen gegen Russland zu forcieren.

Was bedeutet das in Bezug auf Russland?

Man muss auf jeden Fall davon ausgehen, dass eine nuklear bewaffnete Ukraine eine rote Linie für Moskau darstellen würde, genauso wie es eine NATO-Basis auf der Krim gewesen wäre, wie es ursprünglich geplant war, als der Westen den Maidan-Putsch in Kiew unterstützte und so erst den derzeitigen Konflikt schuf, den man grundsätzlich gern Moskau in die Schuhe schieben möchte. Wie jetzt Moskau auf solch eine Provokation reagieren wird ist unklar, aber man sollte vom Schlimmsten ausgehen. Wir erinnern uns an die Aussage des russischen Generalstabschef Waleri Gerassimow in der er Staaten androhte, die im Falle einer US-Aufrüstung neue US-Mittelstreckenraketen bei sich stationieren könnten. „Nicht das Territorium der USA, sondern das der Länder, die die Stationierung amerikanische Kurz- und Mittelstreckenraketen zulassen, wird bei einer Antwort Russlands zum Objekt der Zerstörung werden“, sagte er in Moskau vor ausländischen Militärdiplomaten.

Eine klare Aussage!

Und sie ist nachvollziehbar. Jeder weiß, dass es im Fall der Fälle Deutschland gewesen wäre, was als allererstes Ziel vernichtet werden würde, da hier die modernsten und meisten US-amerikanischen Atomwaffen stationiert sind. Da ist der Schritt der Ukraine doch aus Sicht des Westens perfekt, wenn nicht sogar auch vorangetrieben. Noch näher an Russland und man hätte Deutschland erst einmal aus der Schussrichtung genommen. Wenn man sich das Große und Ganz betrachtet, macht es doch Sinn warum das nun passiert. Den Druck gegen Russland erhöhen und dabei das Risiko für Deutschland minimieren. die Ukraine ist in diesem Spiel dann eben Kollateralschaden. 

 

Quelle: Contra Magazin

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