Ukraine-Krieg: Google deaktiviert wichtige Maps-Funktion – auch Facebook zieht harte Konsequenzen

Auch die Angebote der Big-Tech-Konzerne spielen im Ukraine-Krieg eine wichtige Rolle. Google Maps schaltet Echtzeit-Verkehrsinfos in der Ukraine ab. Facebook legt sich mit Russland an.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat in der digitalen Welt bereits lange vor dem Einmarsch der Truppen begonnen. Soziale Medien wie Facebook und Google-Angebote wie Maps sind zu einem Teil des Ukraine-Konflikts* geworden.

Ukraine-Krieg: Google Maps schaltet Echtzeit-Verkehrsinfos ab

So hat die Google Alphabet in ihrer Navigations-Software Google Maps die Anzeige der Verkehrsinformationen in Echtzeit in der Ukraine abgeschaltet. Der Google-Konzern erklärte, man habe sich mit ukrainischen Behörden beraten und die Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung getroffen. Ob diese Erklärung zum Schutz der Bevölkerung wirklich zutreffend ist, werden wir den demnächst geleakten Dokumenten entnehmen können. Es ist allerdings eher unwahrscheinlich! Die Verbindung von Big-Tech und CIA ist nach wie vor die Gleiche und auch die geopolitischen Entscheidungen kommen nicht unbedingt von Google.

Google sammelt anonymisiert über die Smartphones mit dem Betriebssystem Android Standortdaten. Damit kann beispielsweise erkannt werden, ob viele Menschen in einem Verkehrsstau stecken. In der Ukraine führte das dazu, dass beispielsweise in Echtzeit nachverfolgt werden konnte, ob Zivilisten an Straßensperren im Stau stehen. Die eigentliche Navigationsfunktion von Google Maps wurde nicht eingeschränkt.

Die Abschaltung der Anzeige der Verkehrsströme ist Teil von einem Maßnahmenpaket, das Google in der vergangenen Woche eingeleitet hat. „Unsere Teams für Bedrohungsinformationen halten nach Desinformationskampagnen, Hacking und finanziell motiviertem Missbrauch Ausschau und unterbinden sie und arbeiten mit anderen Unternehmen und relevanten Regierungsbehörden zusammen, um diese Bedrohungen anzugehen“, erklärte Google auf Twitter.

Aber die Ukraine wird von Google Maps mit Daten der momentanen russischen Positionen versorgt:

Facebook legt sich im Ukraine-Konflikt mit Russland an

Auch Konkurrent Meta, zu dem unter anderem Facebook, WhatsApp und Instagram gehören, hat auf den Ukraine-Krieg reagiert. Facebook hat den russischen Sender Russia Today (RT) verboten auf deren Plattformen Werbung zu schalten und somit keine Einnahmen mehr erzielen können. Der Facebook-Konzern weigerte sich auch, die Faktenchecks durch unabhängige Medienorganisationen bei vier russischen Staatsmedien zu stoppen. Daraufhin hat die russische Regierung angekündigt, die Nutzung der Meta-Dienste Facebook, Instagram, WhatsApp und Messenger einzuschränken, bestätigte Facebook-Topmanager Nick Clegg. Zudem schaltete der Konzern erweiterte Sicherheitseinstellungen frei, dies bedeutet, es wird bei jedem Artikel demnächst einen großen Hinweis darauf geben, dass es sich um russische Propaganda handeln könnte! In diesem Zuge fragt man sich direkt, wer hier wo Propagandamittel verwendet?

Laut Berichten sind US-amerikanische Social Media-Angebote in Russland schon nur noch schwer erreichbar, da Russland von sich aus bereits den Zugang eingeschränkt hatte, um westlichen Einfluss durch Propaganda zu verhindern. Die Zugänge wurden offenbar durch eine Drosselung der Datenströme eingeschränkt. Neben Facebook, Instagram und WhatsApp sei auch Twitter betroffen.

Kritisches Netzwerk

Ingo Trost

Ingo Trost (*31. Mai 1974 ursprünglich aus Arnsberg) ist ein deutscher freiberuflicher Journalist und Inhaber Kritisches Netzwerk und K-Networld.

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